Renovierung

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Zuerst wurde die Scheune (mit tatkräftiger Unterstützung des Bauhofs) entrümpelt.
Im Laufe vieler Jahre hatte sich dort, über 3 Stockwerke verteilt, jede Menge total verstaubtes  „Geraffel“ angesammelt. Fast alles davon war unbrauchbar und musste sortenrein zur Entsorgung in einen Container verladen werden. Lediglich für 30 stapelbare Holzstühle, die ehemals im Lehrerzimmer der alten Grundschule standen, fand sich nach gründlicher Reinigung  eine kostenneutrale  Wiederverwendung. Wild entschlossen arbeitete sich dann der Reinigungstrupp mit haushaltsüblichem Gerät vom obersten Spitzboden bis zum Erdgeschoss, inhalierte dabei Unmengen von Staub, beseitigte eimerweise Tauben- und Marderkot sowie Bauschutt und Glassplitter. Noch am selben Tag war die Scheune besenrein!

pict0010Jetzt sollte der Ausstellungsraum komplett frisch gestrichen werden, ohne dabei die gleichzeitig ausgestellten Exponate einer Bildhauerin zu beklecksen. Die fröhliche Aktion wurde jäh von einem bedauerlichen Leitersturz unterbrochen, der leider einen längeren Krankenhausaufenthalt eines Aktiven erforderlich machte. Dieser hat trotz des Unfalls Motivation und Engagement nicht verloren, sondern im Gegenteil durch absolut perfektes Fliesenlegen erneut nachgewiesen.

Ein professionelles Galerie-Schienensystem wurde mit einer Haltekonstruktion kombiniert und so installiert, dass Exponate und Bildträger jeweils frei vor den unregelmäßig gemauerten Wänden hängen können. Völlig unbekümmert machten sich die „Bau-Profis“ dann an den 2. Bauabschnitt, dass der Bauhof uns Rat und Tat zugesichert hatte war beruhigend.
pa080016 Auf die eher destruktiven Vorarbeiten mit schwerem Gerät folgte die maßgenaue Umsetzung des Architektenplans: in sog. „Trockenbauweise“ sollten Toilettenräume, Teeküche und Treppenhaus für eine neue, massive Holztreppe entstehen. Jetzt, wo alles fertig ist, werden wir niemand erzählen, wie viele der ca. 1.300 Arbeitsstunden wir damit verbracht haben, kleine bis mittelschwere Fehlleistungen zurück- und anschließend korrekt neu zu bauen. Auch wenn die Projektlaufzeit von uns erheblich unterschätzt wurde und manches länger dauerte, erlaubte der Ehrgeiz innerhalb der Bautrupps noch nicht einmal versteckten Pfusch.

Ende 2008 bekam dann unsere Kulturscheune auch ihre eigene Hausnummer und damit die offizielle Postanschrift: Roßtal, Schulstraße 25.

Autor: Florian Gerhardt

Hier noch ein paar Impressionen

Autor: - Datum: Montag, 9. März 2009 21:17