Gerhard Lauchs / Okt. 2009


Den ersten Kaktus habe ich 1974 ausgesät. Den gibt es immer noch – als zwei Meter hohe Säule. Inzwischen sind gut 2000 Kakteen im Gewächshaus hinzugekommen, dazu eine Vielzahl anderer Sukkulenten. Sie haben mich nicht mehr losgelassen, diese Überlebenskünstler der Steppen dieser Erde, die in Nischen existieren können, die für alle anderen Pflanzen tödlich trocken wären.
Die Pflanzen überleben, weil sie den wenigen Regen, der im Laufe eines Jahres fällt, speichern können. In Blättern (Aloen), im Stamm (Kakteen) oder in dicken Wurzeln, die wie Rüben geformt sind.
Einmal im Jahr zeigen sie allerdings, was elf Monate verborgen in ihnen steckt: wenn sie nämlich blühen. Als wollten sie ihr graues, staubiges Dasein in kürzester Zeit kompensieren, zeigen sie eine Blütenpracht, die im Pflanzenreich außergewöhnlich ist. Schließlich müssen sie in wenigen Wochen genügend Insekten anlocken, um bestäubt zu werden und damit das Überleben zu sichern.
Einen kleinen Überblick über die Pracht sollen diese Bilder geben.

Zur Person:
KakteenGerhard Lauchs, studierter Theologe und Germanist, Jahrgang 1954. Seit fast 30 Jahren Redakteur bei den Nürnberger Nachrichten, verheiratet, zwei Kinder. Pflanzensammler seit gut 35 Jahren. Reisen in viele Trockenzonen dieser Welt, die als Lebensraum sukkulenter Pflanzen gelten: Amerika, Mexiko, Indien, China, Grönland (jawohl, auch da gibt es sukkulente Pflanzen) die Arabische Halbinsel, Sokotra, Afrika. Einige Länder Südamerikas und Afrikas fehlen noch. Seit zwölf Jahren Chefredakteur der Zeitschrift der Deutschen Kakteen-Gesellschaft, Mitglied in fast allen Sukkulentengesellschaften weltweit und der IOS, der International Organization for Succulent Plant Study, eine wissenschaftliche Organisation, die nur auf Referenz neue Mitglieder (derzeit 300) in ihren erlauchten Kreis aufnimmt. Präsident der Gesellschaft für sukkulente Seidenpflanzengewächse (IG Ascleps). Auf den Reisen wurden etliche neue Pflanzen entdeckt. Eine wurde nach ihrem Entdecker benannt.


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Autor: - Datum: Samstag, 12. September 2009 21:51
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