Beitrags-Archiv für die Kategory 'Ausstellungen'

KULTURPALAST ANWANDEN 2016

Donnerstag, 12. Mai 2016 11:49

Beteiligte Roßtaler Künstler: Horst Auerochs, Reinhard Erbes, Ilse Feiner,
Andrea Sauer, Ilse Westphal
Teilnehmer


Galerie:

Presse:
Zeitung

 

]

Thema: Ausstellungen | Autor:

Hélène de Beauvoir

Sonntag, 22. März 2015 15:13

Roschtler Kultursommer mit französischem Flair

Die große kleine Schwester: Hélène de Beauvoirs malerisches und grafisches Werk in der Spitzweed-Scheune

helene1ROSSTAL – Sie ist zwar nicht so berühmt wie ihre ältere Schwester, die Philosophin Simone de Beauvoir.
Doch Arbeiten der 1910 geborenen und 2001 verstorbenen Malerin Hélène de Beauvoir waren schon in
bedeutenden Ausstellungen in Europa, in den USA und in Japan zu sehen. Der Weg führt von dort nicht unbedingt nach Roßtal, doch just dort sind zum Start des Roschtler Kultursommers 28 Beauvoir-Bilder ausgestellt.
Zu jeder Schaffensepoche Hélène de Beauvoirs zeigt die Roßtaler Ausstellung Arbeiten — diese schuf sie 1959.
Die Exponate stammen vom Regensburger Galeristen Ludwig Hammer, der die Künstlerin 1970 auf einer Schiffspassage kennenlernte. Eine lebenslange Freundschaft entstand.

In der Spitzweedscheune hat der Runde Tisch Kultur des Marktes einen mehr als unerwarteten Coup gelandet. Auf Vermittlung von Pfarrer Jörn Künne sind die Bilder von der Galerie Hammer in Regensburg ausgeliehen, sie verwaltet und vermarktet den Nachlass der Künstlerin. Schon bei der Eröffnung der Ausstellung waren rund 100 neugierige Kunstinteressierte in der Scheune unterwegs.

Die Gemälde, Zeichnungen und Grafiken von Hélène de Beauvoir mit Motiven aus verschiedenen Ländern geben einen interessanten Einblick in die verwendeten Maltechniken, aber auch in die Stilepochen, die die Französin gleichsam durchlebte. „Sie hat ihren Weg gefunden zwischen den vergeblichen Zwängen der Nachahmung und der Dürre der reinen Abstraktion“, schrieb Jean-Paul Sartre, der Lebensgefährte der größeren Schwester Simone, über ihre Kunst im Jahr 1975.

Er war auch schon bei der ersten Ausstellung Hélène de Beauvoirs im Jahr 1936 in Paris dabei, und auch Pablo Picasso zollte ihr bei dieser Gelegenheit große Anerkennung: „Ihre Malerei ist originell, ihr Talent ist individuell und kraftvoll“, urteilte der große Meister. Ende der sechziger Jahre griff Hélène auch politische Themen auf und engagierte sich in Straßburg für Frauenrechte. Im Elsaß starb die gebürtige Pariserin im Alter von 91 Jahren.

Ihr facettenreiches künstlerisches Werk bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Realismus und Abstraktion, und ihr Aufenthalt in verschiedenen Ländern beeinflusste ihre Kunst maßgeblich, deutlich zu erkennen etwa in den Venedig-Bildern, von denen einige auch in der aktuellen Ausstellung in der Spitzweedscheune zu sehen sind.

FN vom 03.05.2015


Galerie Hammer, Regensburg


Thema: Ausstellungen | Autor:

CRIS KOCH

Freitag, 14. September 2012 8:36

Rätselhafte Fiktion

Das „Franken Voodoo Exzerpt“ stellte in Roßtal aus

ROSSTAL – Von einem „Institut für Kunst und Sicherheit“ haben Sie noch nie gehört? „Franken Voodoo Exzerpt“ klingt auch nicht eben erhellend? Nicht viel anders erging es nach eigenen Worten Rosstals Bürgermeister Johann Völkl, der die Vernissage des Neustädter Künstlers Cris Koch in der Spitzweedscheune eröffnete.

Ein Rundgang durch die Ausstellung wirft ein Schlaglicht auf die Arbeit des fiktiven Instituts, beginnend bei einem Büro im Sechziger-Jahre-Stil mit einer Schreibmaschine, deren einzige verbliebene Tasten die 0 und die 1 sind, Zahlen, die auf die Digitalisierung aller Lebensbereiche hinweisen.

Diese technische Bildsprache findet sich in den Zeichnungen an den Wänden wieder, während andere Exponate sich der Sicherheit widmen. Pinkfarbene Helme laden dazu ein, aufgesetzt und ausprobiert zu werden. Die anwesenden Kinder sind in ihrem Element, wenn sie sie sich auf rosafarbenen Stühlen angurten dürfen. Fragebogen zur Evaluation des Helmexperiments vervollständigen die Fiktion eines wissenschaftlichen Ansatzes einer Behörde, die zur Sicherheit einer sich immer schneller und auf immer mehr Ebenen bewegenden Menschheit die Helmpflicht im Alltag propagiert. Das Konstrukt zieht sich durch den Raum, von den Gefahrenmeldestellen für die Bevölkerung Rosstals bis hin zu Plakaten, die die Freiheitsstatue mit Helm zeigen und zu einem mit Klebeband abgetrennten Raum, über dem ein pinkfarbener Regenschirm aufgespannt ist, der vor dem leeren Deckenraum darüber schützen soll.

Nichts von alldem ist zufällig, wie Reinhard Erbes vom Runden Tisch Kultur betont, Text, Bild, Exponat, Raum und das digitale Quartier der Ausstellung im World Wide Web wirken zusammen in einem Gesamtkunstwerk, bei dem man nicht sagen kann, „wo hier die Kunst anfängt“.

Das ist im positiven Sinne sicher richtig, entspricht es doch dem Grundgedanken, dass Kunst nicht zu trennen ist vom Leben, dass Raum, Exponat, Künstler und Rezipient zusammengehören und Kunst gemeinsam leben. Es ist aber auch ein wenig wahr in dem negativen Sinne, dass bei allem Spaß, den die Ausstellung bietet und bei allem Verständnis für einzelne Aussagen der Besucher am Ende nicht unbedingt schlauer ist als zu Beginn.

FN vom 02.10 2012





Fotos: Manfred Chrometz

Thema: Ausstellungen | Autor:

HANISCH & KÜFFNER

Mittwoch, 27. Juni 2012 14:53


Fotos: Manfred Chrometz

Thema: Ausstellungen | Autor: