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ILSE FEINER

Mittwoch, 24. Juni 2015 14:29

 Ilse Feiners erstarrte Flammen in Roßtal

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© Foto: Manfred Chrometz

Um fantasievolle Wortneuschöpfungen sind Künstler ja selten verlegen. Der Begriff „grotesk“ ist allseits vertraut, ebenso „arabesk“. Was aber bedeutet „arboresk“? Hier kommen dem Rätselnussknacker die Botaniker zuhilfe. „Arbor“ ist das lateinische Wort für Baum; ein Arboretum ist ein Lehrpark, der von jeder Sorte Baum, speziell von den Exoten, ein Exemplar zur Anschauung präsentiert.

Bäume haben Maler und Grafiker von jeher fasziniert. Knorrige Rinde, Wogen von leuchtendem Herbstlaub oder filigranes Astwerk bis in die kleinsten Zweige locken zur Darstellung. Nichts davon interessiert Ilse Feiner. Ihre Bäume stehen wie Wächter in der Landschaft, wie Markierungen, fast schon wie Architektur. Überhaupt malt die gebürtige Oberpfälzerin Feiner, Jahrgang 1947, den Baum kaum um seiner selbst willen, sondern stets bezogen auf seine Umgebung — weshalb man die Ausstellung durchaus als „Landschaftsmalerei mit Bäumen“ bezeichnen kann.

Was Feiners Bäume von den Gewächsen anderer Maler unterscheidet, ist ihre eher architektonische Konzeption. Ihre Bäume wirken wie erstarrte Flammen, Stamm und Astwerk sind drittrangig, was zählt, ist der Korpus der Laubfülle, den sie mit wenigen groben Strichen in vier, fünf Segmente unterteilt und mit kontrastierenden leuchtenden Acrylfarben ausfüllt. Oder mit verschiedenen Nuancen einer Farbe.

Und diese Farbe ist nicht zwingend Grün. Im Gegenteil, wer Feiners Bilder anschaut, fragt sich unwillkürlich, ob er zu lange in der Sonne gestanden war. Oder ob die ihm etwas in den Kaffee reingetan haben. Da leuchtet der Himmel in Purpur oder Hyazinth, die Bäume und Wiesen nicht minder, da glüht das Mauerwerk in Blau und mäandern Wege und Bäche in Gelb.

Überdeckte Architektur

Tauschen in Feiners Flora die Farben ihre Plätze, so bleiben Mensch und Tier außen vor. Wenn überhaupt etwas von Menschen kündet, dann ist es Architektur, die von den Bäumen so weit überdeckt ist, dass man das Bauwerk gerade noch erraten kann. Etwa den Sinwellturm, den charakteristischen Fürther Rathausturm als weiße Silhouette vor grünem Himmel oder Roßtal bei Nacht.

Auch wirken die Acrylbilder bei allen Farbspielereien nicht einfach „bunt“, sondern seltsam kühl. In ihren neueren Gemälden ist Ilse Feiner dazu übergegangen, ihre Bilder in Quadrate zu segmentieren und jedes Quadrat in eine andere Farbgebung zu tauchen. So tauschen die Elemente einer Landschaft ihren Kolorit und Farbwert, je nachdem, wie weit das Auge von Segment zu Segment wandert. Der Effekt ist, als ob jemand das Positiv und Negativ eines Fotos auseinandergeschnitten und miteinander kombiniert hätte.

Reihard Kalb  FN vom 22.07.2015



 

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Roßtaler Künstler zu Gast im Kulturpalast Anwanden 2015

Samstag, 16. Mai 2015 12:15

Kultur-Palast mitten im Grünen
Lichtgestalten im Pferdestall

 

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ANWANDEN – „Lichtgestalten“ putzen ehemalige Pferdeställe, Klohäuschen und riesige Heuböden zum Kulturpalast heraus: Der idyllische Wolfgangshof in Anwanden verwandelt sich in eine Oase der Fotografie.

Roßtaler Künstler: Horst Auerochs, Manfred Chrometz, Reinhard Erbes, Florian Gerhardt, Andrea Sauer

 

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FITZGERALD KUSZ

Freitag, 15. Mai 2015 19:31

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RTK zu Gast im KULTURPALAST Anwanden

Donnerstag, 28. August 2014 9:15

Der RUNDE TISCH KULTUR im Markt Roßtal beim Kulturpalast Anwanden, Fr. 12.09 bis So. 14.09 2014.

 

Bildschirmfoto 2014-08-29 um 09.00.25Vor dem RTK-Raum im malerischen Ambiente des Wolfgangshofes steht einladend und eindrucksvoll ein überdimensionaler Metallstuhl von Victor Bulgariu. In seinem Jubiläumsjahr präsentiert der RTK sich und seine Arbeit mit Arbeiten von Yvonne Degrell und Künstlerinnen aus Roßtal und mit einem Buch, das zu seinem zehnjährigen Bestehen erschienen ist. Eine Einführung von Hermann Glaser, Texte von Gerhard Lauchs, Cris Koch, Kato & Kato, Wolfgang Bühler und anderen und über 100 farbige Abbildungen führen durch die letzten 10 Jahre mit vielen Kunstausstellungen, Musik-, Theater-, und Literaturveranstaltungen.

Hier in Anwanden kann man das Buch für 9,90 bzw. für 24,90 €, dann mit einer eingelegten Originalgrafik von Reinhard Erbes, kaufen.

Yvonne Degrell zeigt hier in Anwanden drei Arbeiten als Hinweis auf ihre Ausstellung falling upwards in der Roßtaler Spitzweed-Kulturscheune. Dort sind im großzügigen Rahmen der Spitzweed-Scheune ihre teils großformatigen Portraits zu sehen, die immer das menschliche Gesicht mit seinen in der Physiognomie gespiegelten psychologischen Befindlichkeiten in den Mittelpunkt stellen.

Ilse Feiner ist mit neuen, sehr farbintensiven Landschaften vertreten. Die fast monochromen Aktbilder von Andrea Sauer, zeigen – verwirrend – ausschnitthaft eng umschlungene Körper.

Ilse Westphal und Florian Gerhardt, Roßtaler Künstler, die stellvertretend für die vielen künstlerisch Aktiven, Arbeiten beim Kulturpalast Anwanden ausstellen.

 

90513, Zirndorf-Anwanden, Wolfgangshof, Kulturpalast

Der RTK-Raum ist am Freitag und Samstag von 16.00 bis 21.00 Uhr und am Sonntag von 10.00 bis 15.00 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist frei!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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