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Foto-Ausstellung zur Kärwa

Dienstag, 10. Juli 2018 9:59

Foto-Ausstellung „SW Kontraste“

Traditionell zur Roßtaler Kirchweih präsentiert der Runde Tisch Kultur (RTK) eine Fotoausstellung in der Spitzweed-Kulturscheune Schulstr. 25, 90574 Roßtal. In diesem Jahr steht die Ausstellung unter dem Thema “Schwarz-Weiß Kontraste“. Diesem Thema haben sich heuer mit Manfred Chrometz, Katja Gehrung, Günter Hochberger, Andrea Mohr, Lea Schwarz, Andreas Sponnier und Hermann Vasen sieben Fotografinnen und Fotografen aus Roßtal gestellt. Sie zeigen mit 37 Schwarz-Weiß- Fotos im Format 30×45 cm bzw. 80×80 cm ein interessantes Kontrastprogramm. Ihre stimmungsvollen Aufnahmen sind an der Nordsee, im Alpenraum, in der Umgebung von Roßtal und an diversen rätselhaften Orten entstanden. Auch Indoor- Aufnahmen ergänzen das Bildprogramm und werden dem Thema durchaus gerecht. Ebenso der Begriff Kontrast im übertragenen Sinn, d.h. im Vergleich des Sehvermögens zwischen Mensch und Tier. Mit der Vielzahl ihrer Motive beweisen sie, dass auch schwarz-weiß ganz bestimmt keine „farblose“ Angelegenheit ist.

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kunstOrte roßtal 8

Mittwoch, 27. Juni 2018 11:05

Als Podium für Roßtaler Kunst-Schaffende hat der Runde Tisch Kultur (RTK) die Ausstellungsreihe „kunst orte roßtal“ konzipiert und erfolgreich eingeführt.
Die Veranstaltung findet alle zwei Jahre statt, die nächste bereits als„kunst orte roßtal 8“ am 30. Juni und 1. Juli 2018

Die Exponate werden wieder an verschiedenen Stellen, mehrheitlich in den Bereichen Oberer- und Unterer Markt präsentiert. Hierfür sucht und beschafft sich jeder Aussteller eigenverantwortlich seinen „kunst ort“ selbst. Der RTK kann ggf. bei der Standortsuche helfen
(Ausstellungsorte in der Peripherie haben aber erfahrungsgemäß weniger Besucher).

„kunst orte roßtal“ werden vom RTK professionell durch Plakate, Flyer und andere Werbemittel beworben. Jeder Aussteller erhält außerdem sein persönliches Flyer-Kontingent. Zur Deckung der Kosten wird je Teilnehmer ein Beitrag von 25.00 € erhoben.

 Die Spitzweed-Scheune ist das gemeinsame Informationszentrum für die weitläufige Veranstaltung. Die Künstler präsentieren hier jeweils ein Exponat und stellen sich mitihrer persönlichen Vita vor. An alle Besucher werden ausführliche Wegbeschreibungen zu den jeweiligen “kunstorten” verteilt.

Der RTK übernimmt die einheitliche grafische Gestaltung der Vitae, die hierfür erforderlichen Daten müssen bis spätestens zum 26. Mai vorliegen.

 Lageplan der Kunstorte:

 

                                                                                                                                    

Thema: Ausstellungen | Autor:

KULTURPALAST ANWANDEN 2018

Freitag, 8. Juni 2018 12:49

Programm:

https://docs.wixstatic.com/ugd/5343ae_05fb10c677954bd39386bad18ae9c287.pdf

Pressemeldung

Sprach-Meister aller Kategorien stehen im Mittelpunkt des Jubiläumsfestivals, das der KulturPalast Anwanden zu seinem 20. Geburtstag organisiert. Vom 21. bis 24. Juni sind auf dem malerischen Gut Wolfgangshof bei Zirndorf auf drei verschiedenen Bühnen vor allem hochkarätige Künstler zu Gast, die in der Vergangenheit dem KulturPalast-Publikum unvergessliche Live-Momente bescherten. Und es sind viele Hochkaräter aus Kabarett, Jazz, Pop und Literatur dabei.

Eingeladen sind die Berliner Salon-HipHopper Pigor & Eichhorn, die sich vorher noch den renommierten Kabarettpreis „Salzburger Stier“ abholen, mit ihrem hochgelobten, immer wieder aktualisierten Programm „Vol IX“. Radikal-Satiriker Andreas Rebers, der für Anwanden eine „Doppelkopf“-Serie initiiert hat und im vergangenen Jahr Monika Gruber als Gast hatte, bringt Jochen Malmsheimer, den legendären Hausmeister aus der ZDF-„Anstalt“, und das Streichquartett der Bayerischen Staatsoper als „Palast-Quartett“ mit. Die hochdekorierte Lyrikerin Nora Gomringer, in Bamberg Leiterin des Internationalen Künstlerhauses Villa Concordia, feiert mit einem Trio um den Leipziger Philipp Scholz Premiere als Jazzsängerin, der unverwechselbare Ruhrpott-Poet Stoppok spielt seine Entertainment-Qualitäten aus, der fränkische Autor Helmut Haberkamm ist mit der Band „Landscape“ zu erleben, Gerd Grashaußer liest aus seinem schonungslosen Familienbuch „Der Grabsänger“ und die Schwabacher Americana-Ikonen von Smokestack Lightnin‘, die im vergangenen Jahr mit Ärzte-Schlagzeuger Bela B. Eindruck machten, kehren mit der Dialekt-Institution Klaus Schamberger wieder.

Premiere feiert auch die Kölner Indie-Pop-Band Locas in Love“ mit ihrem ersten Familienprogramm als „Gorilla Club“. Auch Star-Schlagzeuger Wolfgang Haffner – aktuell auf den Soundspuren Spaniens – macht mit seiner herausragend besetzten Acoustic Band – u.a. Pianist Frank Chastenier – Station. Zu den Höhepunkten dürfte außerdem die Live-Doppel-Premiere des Berner Live-Ambient-Kollektivs Polstergruppe gehören, in der die Schweizer Pop-Chansonnier-Legende Stephan Eicher auf den Nürnberger Musiker Dan Reeder trifft. Angekündigt ist ein „Liegekonzert“ fürs Publikum sowie Weltraumfilme von John Armleder.

Überraschende Begegnungen gehören zum Programm-Prinzip des gemeinnützigen Vereins. Dafür sorgt schon – neben Musik und Literatur, Satire und Kulinarik, Barockfeuerwerk und Kindervergnügen – die bildende Kunst. Fast 50 Maler, Fotografen, Bildhauer, Grafiker und Videokünstler finden sich in der Gruppenausstellung „Familienbande“. Zu sehen sind Arbeiten von bekannten Künstlern, die die unterschiedliche Verwandtschaftsbeziehungen aufweisen.

Der KulturPalast Anwanden wird 2018 maßgeblich gefördert von: Datev, Pave, Stadtwerke Zirndorf, GS Wohnen, Stadt Zirndorf, Bezirk von Mittelfranken. Wir danken unseren Förderern sehr.

 

Thema: Allgemein | Autor:

FLORIAN GERHARDT

Montag, 16. April 2018 14:59

 

 

Florian Gerhardt war seit 2004 einer der ambitioniertesten, beständigsten Mitmacher im Runden Tisch Kultur Roßtal: Mitmacher als Künstler und Organisator.
Er war als Künstler Autodidakt mit großem Gespür für Form, Stil und Humor. Er hat schweres Eisen in leichte, bewegte Form verwandelt. Sein letztes Werk ist heiter und unkonventionell, eine mit Leichtigkeit fliegende eiserne Libelle.
Viele seiner Werke haben zusätzlichen Gebrauchswert als Ofen, Außenofen, als Feuerstelle.  Als Fotograf dokumentierte und begleitete er nicht nur Vernissagen und Ausstellungen.
Er war mit seinen ambitionierten Fotografien selbst Teilnehmer an unseren Foto-Ausstellungen. In der Ausstellung in der Spitzweed-Kulturscheune zeigen wir seine Werke an dem Ort, der ihm viel bedeutete.

Fotos: Manfred Chrometz & Reinhard Erbes

Presse: FN vom 18.05.2018
Aus Schwere entsteht Leichtigkeit

Roschtler Kultursommer: Metallobjekte in memorian Florian Gerhardt in der Scheune – 19.05.2018 18:34 Uhr

Kuriose Tierchen bevölkern die Spitzweedscheune. Ein Hund aus rostigen Altmetall-Fundstücken, der auf verbogenen fingerdicken Schrauben steht. Ein springender Fisch aus einem Metallband, dem urchristlichen Ichthys-Symbol nachgebildet, der von drei metallischen Schilfrohren gehalten wird. Eine Libelle: Ihr Korpus besteht aus einer Zange, ihre Flügel aus einer Schere.

Das wirkt teils kurios, teils gruselig. Dabei war Florian Gerhardt (1947-2017) von Beruf Betriebswirt. Erst spät wandte er sich erst dem Holz, dann dem Metall zu. Autodidaktisch experimentierte er mit dem Material, schließlich ließ er sich zum Schweißer ausbilden. Als Mitarbeiter der ersten Stunde saß er am Runden Tisch Kultur. An ihn, der mit seinen Fotografien viele Roßtaler Ausstellungen und Vernissagen dokumentierte, erinnert die aktuelle Schau.

Selten nur glänzt sein Rohstoff, das Metall, in polierter Pracht. Meistens ist es rostig, rotbraun, und in dieser Gestalt verleiht der Rost seinen Objekten nicht einfach die Anmutung des Alten und Gebrauchten, sondern des Archaischen. Das gilt vor allem für die abstrakten Objekte, namentlich die Windspiele. Gerhardt konzipierte diese mannshohen Objekte als Zusammenspiel von Massivität und Fragilität, von Schwere und Leichtigkeit, von Stabilität und labilem Gleichgewicht.

Breite Metallplatten weisen unverhoffte Schlitze und Durchlässe auf; auf einem Massivität erheischenden, meist pyramidalen Korpus dreht sich ein Windspiel aus Metallbändern oder Drähten. Andere Konstruktionen betonen die Diagonale, sind vorsichtig mit Gewichten aus Ketten oder Glasbrocken ausbalanciert, als ob sie bei der leisesten Berührung krachend zu Boden gingen.

Doch keine Sorge, der Fuß dieser Figuren ist schwer genug, die Konstruktion im Gleichgewicht zu halten. Schwer und massiv muten auch Gebrauchsobjekte wie Kerzenhalter oder gar ein Kamin für den Garten an. Hingegen eignet Florian Gerhardts „Katze“ wieder die Leichtigkeit des Grafischen: Zwei miteinander verschweißte Ringe bilden die Ziffer 8, auf dem oberen Ring ragen zwei Spitzchen, am unteren Ring ein gewundenes Metallband, also Ohren und Schweif.

Reinhard Kalb

Thema: Ausstellungen | Autor: