Beiträge vom März, 2008

M. Chrometz / Okt. 2008

Dienstag, 11. März 2008 11:49

Streiflichter einer Reise durch Nordindien im Oktober 2007

obenUnsere sehr beeindruckende und erlebnisreiche Reise führte uns durch die drei Bundesstaaten Haryana, Himachal Pradesh und Punjab. Nach viertägiger Eingewöhnungszeit in Delhi ging es nach Norden Richtung Himalaya.
Unser Endziel war Dharamsala, der Sitz des Dalai Lama und der tibetischen Exilregierung, wo wir unter der kundigen Führung eines tibetischen Lamas Einsicht in die tibetische Kultur und Religion vermittelt bekamen.
Auf dem Weg nach Dharamsala legten wir an besonders interessanten Plätzen teilweise mehrtägige Stopps ein, so z.B. in Kalka, Mandi, Palampur und Tashi Jong. Die Rückfahrt nach Delhi bescherte uns mit Amritsar und seinem berühmten Goldenen Tempel einen weiteren Höhepunkt.
Unvergessen bleiben die Erinnerungen an Begegnungen mit offenen, sympathischen und gastfreundlichen Menschen, mit ihrer tiefen Religiosität, die faszinierenden Bauwerke und Tempel, sowie die traumhaft schöne Natur und Bergwelt des Vor-Himalaya.

Manfred Chrometz

Thema: Ausstellungen | Autor:

Harald Hubl / Mai 2008

Donnerstag, 6. März 2008 22:41

Harald Hubl

„Er [Harald Hubl] trachtet danach, sein handwerkliches Instrumentarium eher weit als eng zu konzipieren. Umgekehrt beginnt sich seine Motivwahl zu reduzieren. Damit werden ihm gewisse thematische Neigungen vertrauter, bis auch hier eine Vorliebe nicht übersehen werden kann: die zum landschaftlichen Sujet. Die Ausnahmen dieser sich stabilisierenden Regel: ein gelegentliches Porträt, ein gelegentliches Stilleben, oder sei es das Angehen einer freien figuralen Komposition, auch Materialstudien mannigfaltigster Art bestätigen dieses sein dominantes Interesse. …
Da bietet sie [die Natur] nur den Anstoß, dort die Fülle, oder aber sie gibt erst dem wiederholten Schauen ihr verwertbares Gesicht zu erkennen; nicht ihre landläufige Schönheit fesselt sein Auge, vielmehr sind es Linien, Strukturen, Rhythmen, dynamische Abläufe, oder vielleicht von ihr entworfene Kontrapunkte im Spiel ihrer Phantasie. Nun ‚treibt‘ es ihn zu seinen Gegenständen. Harald Hubl fühlt sich von der Natur angezogen, hineingezogen bis zur Süchtigkeit. Es handelt sich um eine Süchtigkeit, die mit ’souveräner Teilnahmslosigkeit‘ (Michael Seuphor) gegenüber dem Motiv übersetzt werden könnte, einzig daran interessiert, die künstlerische Absicht zu verwirklichen. …
Er ist nicht aus nach dem Neuen um jeden Preis. Die spektakulären Erscheinungen der Tagesmoderne nimmt er zur Kenntnis, ohne sie jedoch an sich heranzuziehen. Was eine Bereitschaft zur Anerkennung des Besseren voraussetzt, ebenso Mut zum Unpopulären sowie Beharrlichkeit im Vertrauen gegenüber dem inwendigen Kompaß.“

Clemens Fischer, Harald Hubl, in: Gesamtkatalog der Ausstellungen, 1990, S. 17.

Thema: Ausstellungen | Autor:

Michaela Biet / April 2007

Donnerstag, 6. März 2008 22:34

Wenn wir  hier von Stein sprechen, dann handelt es sich um Findlinge, kleinere und größere Monolithe, die von Michaela Biet bearbeitet werden. Der Monolith, der Stein aus einem Guss, wird seit alters her als der Geheimnisträger verehrt. So wie Kinder Kiesel an einem Fluss sammeln und damit ein Gefühl haben, etwas besonderes, etwas geheimnisvolles gesammelt zu haben. Vielleicht beinhaltet das Fundstück eine Versteinerung, eine Botschaft aus einer früheren Zeit. Monolithe wurden für Grabstätten verwendet, für kleine Skulpturen, die auf Altären der verschiedenen Religionen angebetet wurden. Steine aus einem Stück waren schon immer Symbol- und Geheimnisträger.
Michaela Biet geht in ihren geöffneten Formen dem kindlichen Gefühl nach, zu forschen was der Stein beinhaltet. Um in das Innere des Steines zu gelangen, muss diesererst gespalten werden. Dieses Trennen ist mit Bohrungen und Spaltkeilen ein kraftaufwendiges und risikoreiches Unterfangen. Michaela Biet gibt durch das Setzen der Bohrungen die Spaltrichtung vor, ob der Stein dieser Richtung nachgibt ist von vielen unwägbaren Faktoren abhängig. Der gespaltene Monolith ist danach gebrochen – preisgegeben, geöffnet, seines Geheimnisses beraubt. Michaela Biet empfindet nun ihre Form – ihren Kern in die zwei Hälften und arbeitet diese Form, organisch anmutende Hohlräume, in die beiden Hälften. Die hälftige Form in jeder der beiden Steinhälften sucht ihr gegenüber. Nebeneinander, gegenüberliegend fügt der in den Stein eingearbeitete Hohlraum die beiden Hälften wieder zu einer Einheit zusammen. Nur beide Hälften bergen die ganze Form in sich, nur zusammengefügt ist die Form und der getrennte Stein komplett – aber dann wiederum für uns nicht einsehbar.
Michaela Biet ist im Stein auf der Suche nach dem Kern der Sache, nach dem Wesen der Dinge. Wie Fruchtfleisch wirkt der geöffnete Stein, der den negativen, oder scheinbar entnommenen, Kern umhüllt.

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