Benefizausstellung – Scheckübergabe

Montag, 21. November 2011 11:15

Übergabe des Erlöses aus der Benefiz-Ausstellung des Runder Tisch Kultur im Markt Roßtal (RTK) am 16. November 2011, 16.00 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Roßtal, Marktplatz 1, 90574 Roßtal

 

Sie sind bunt, sie sind quadratisch, und man kann an ihnen zupfen, dann tun sie so, als könnten sie fliegen.

So entstanden während der Chemotherapie vom renommierten fränkischen Künstler winzige Collagen, in denen sich immer mehr figürliche Darstellungen einschlichen, die kleinen abstrakten Schutzengel spielerisch sehr ähnlich sahen.

Es war Herrn Kühlers Wunsch, dass die Engel dort landen, wo Kinder ihre Hilfe erwarten und auch sehr notwendig brauchen.

Annähernd dreißig seiner Zupfbuntengel stellte Karl-Heinz Kühler dem Runder Tisch Kultur im Markt Roßtal für die Benefizausstellung zur Verfügung. Die meisten waren vom Künstler für den Verkauf freigegeben. Der Erlös sollte den Betreibern der hiesigen Kindertagesstätte zu Gute kommen.
Bereits am ersten Ausstellungswochenende hatten fast alle Engel ihre zukünftigen Besitzer gefunden. Auch Erwachsene (ohne Kinder) hatten das dringende Bedürfnis sich einen Schutzengel ins eigene Heim zu holen. Sie haben mit dem Geldbetrag und manchmal mit einer zusätzlichen Spende auf ihre Weise Kindern geholfen.

Manche Käufer konnten das Ausstellungsende nicht abwarten und wollten ihren Schutzengel gleich mitnehmen. Nur mit Mühe gelang es den Organisatoren des RTK die Käufer so zu überzeugen, dass die meisten Engel doch bis zum Schluss in der Scheune blieben.

Der Gesamterlös betrug annähernd 1900 €, also für jeden Kindergartenbetreiber im Markt Roßtal 950 €. Damit es zu einer schönen runden Summe kam, hat der Markt draufgelegt, so sind es dann 2000 €, die heute am 16. November 2011 übergeben werden können.

Für die Kindertagesstätten ist diese Spende des Künstlers ein kleines Weihnachtsgeschenk. So können Dinge beschafft werden, die dringend benötigt werden und für die bislang keine Finanzierung möglich war.

Thema: Allgemein

KARL HEINZ KÜHLER

Mittwoch, 14. September 2011 12:19

Benefiz-Ausstellung ” Zupfbuntengel”

Kleine Kunstwerke helfen Kindern

In der Roßtaler Spitzweedscheune präsentiert Karl Heinz Kühler seine „Zupfbuntengel“

ROSSTAL  – Zum Abschluss des Roschtler Kultursommers lockt eine Ausstellung der besonderen Art in die Spitzweedscheune: Karl Heinz Kühler zeigt „Zupfbuntengel“. Und mehr noch: Der renommierte Künstler verkauft seine kinetischen Objekte zugunsten der örtlichen Kindergärten. Wohl eine einmalige Gelegenheit, sich einen „echten Kühler“ ins Haus zu holen.

„Sie sind mir ans Herz gewachsen“: Karl Heinz Kühler mit den „Zupfbuntengeln“ in seinem Atelier. Verkauft werden sie zugunsten der Roßtaler Kindergärten.

„Sie sind mir ans Herz gewachsen“: Karl Heinz Kühler mit den „Zupfbuntengeln“ in seinem Atelier. Verkauft werden sie zugunsten der Roßtaler Kindergärten.

Bei der Frage, ob er an Engel glaube, setzt Karl Heinz Kühler sein spitzbübisches Grinsen auf und antwortet mit einem eindeutigen: „Jein.“ Es komme darauf an, was er auf sie projiziere — oder sie auf ihn. „Ich glaube auch an Engel, wenn sie keine Flügel haben“, sagt er. Wer weiß schon, wie so ein Schutzengel aussieht? Karl Heinz Kühlers sind bunt, quadratisch und haben alle Flügel. Und man kann an ihnen zupfen, „dann tun sie, als ob sie fliegen könnten“. Darum auch der Name Zupfbuntengel. „Hampelengel klingt bei weitem nicht so schön“, findet der Künstler. 34 solcher kinetischer Objekte entstanden innerhalb von zwei Jahren.

Nach seiner schweren Krebserkrankung hatte Kühler einen Weg gesucht, wieder in die Arbeit zu finden. Zunächst entstanden während seiner Chemotherapie kleine Collagen, etwa zehn mal zehn Zentimeter groß, bei denen er seiner Intuition freien Lauf ließ. „Da haben sich dann irgendwann die figürlichen Darstellungen eingeschlichen, die kleinen abstrakten Schutzengeln spielerisch sehr ähnlich sahen“, erklärt der 75-Jährige.

Bei der Umsetzung merkte Kühler, dass man die Flügel „irgendwie beweglich machen kann“. Dass er früher schon Entwürfe für Hampelmänner für die Spielzeugindustrie gemacht hatte, begünstigte seine Arbeit. Dazu kam eine pragmatische Überlegung: „Die Objekte sind genauso groß, dass sie in meine Säge passen, viele Materialien hatte ich zudem noch.“

Jedes dieser Werke ist ein Unikat, und nicht nur Farben und Formen sind verschieden, auch wenn man an den Schnüren zieht: jeder Flügelschlag hört sich anders an. Es sind die kleinen, aber feinen Eigenheiten, die die Werke von Kühler auszeichnen. Gern gibt er seine Wegbegleiter nicht ab, „sie sind mir ans Herz gewachsen, ich habe mich gut mit ihnen unterhalten“, sagt er, und lächelt wieder ein wenig spitzbübisch.

Mit Holz, findet der Künstler, lasse sich gut reden — „und man kommt auf Gedanken, auf die man alleine nicht kommt“. Schutzengel, meint Kühler, fliegen, sie wollen fliegen, so weit, so nah und dorthin, wo sie gebraucht werden. „Also besonders zu kleinen und großen Kindern.“ Da man „Schutzengel nicht einfach kaufen oder verkaufen“ könne, geht der Erlös — das Mindestangebot liegt bei 70 Euro – an die Roßtaler Kindergärten. „Aber wer mehr zahlen möchte, der ist natürlich herzlich willkommen.“

Die Benefiz-Ausstellung „Zupfbuntengel“ ist vom 1. bis 16. Oktober, samstags und sonntags von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr, in der Spitzweedscheune Roßtal zu sehen. Künstlergespräch: Sonntag, 2. Oktober, (10 bis 12 Uhr), Sonntag, 9. Oktober, (10 bis 12 Uhr).

Sie sind bunt, sie sind quadratisch, und man kann an ihnen zupfen, dann tun sie so, als könnten sie fliegen.

„Will man eine Krankheit überstehen, braucht man eine eiserne Gesundheit. Besonders braucht man aber die Hilfe von außen. Das ist die Familie, der Freundeskreis und die Hilfe all derer, mit denen man im Alltag, im kreativen und im gesellschaftlichen Umfeld verbunden ist.
Man braucht Schutzengel. So entstanden während meiner Chemotherapie winzige Collagen, in denen sich immer mehr figürliche Darstellungen einschlichen, die kleinen abstrakten Schutzengeln spielerisch sehr ähnlich sahen.
Wer weiß schon, wie ein Schutzengel eigentlich aussieht? Meine Zupfbuntengel haben mir ihre Form, ihre Farbe (oder ist es eine Tarnfarbe?), auch ihre Bewegungen intuitiv möglich erscheinen lassen.
Schutzengel fliegen, sie wollen fliegen so weit und so nah und dorthin, wo sie gebraucht werden. Also besonders zu kleinen und großen Kindern.
So ist es mein Wunsch, dass sie dort landen, wo diese Kinder ihre Hilfe erwarten und auch sehr notwendig brauchen.“

FN vom 1.10.2011
Foto und Text: Claudia Wunder

Fotos von der Vernissage

Galerie


Fotos: Manfred Chrometz/Horst Auerochs


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Thema: Ausstellungen

Hofmann & Hofmann

Dienstag, 23. August 2011 11:22

Wahre Kunstfreunde nehmen auch Strapazen auf sich. „Ich hätte nicht gedacht, dass bei diesem heißen Wetter so viele den Weg in die Spitzweed-Scheune finden würden“, freute sich Ilse Hofmann in ihrer Begrüßungsansprache bei der Vernissage der Ausstellung
„Hofmann & Hofmann“.

Reizvolle Kontraste bietet die aktuelle Ausstellung in der Roßtaler Spitzweed-Scheune dem Auge. Vorne die Keramik von Ilse Hofmann, dahinter die Gemälde von Ekkehardt Hofmann

Foto: Thomas Scherer

Reizvolle Kontraste bietet die aktuelle Ausstellung in der Roßtaler Spitzweed-Scheune dem Auge. Vorne die Keramik von Ilse Hofmann, dahinter die Gemälde von Ekkehardt Hofmann

Hofmann und Hofmann, das sind Ilse und Ekkehardt Hofmann, zwei bildende Künstler, die sich schon bei vielen Ausstellungen einen Namen gemacht haben. Im Gegensatz zu ihrem Mann hat sich Ilse Hofmann der eher „handwerklichen“ Seite der Kunst zugewandt und beeindruckt mit ihren sehenswerten Keramiken die Besucher.

 

Ihre Figuren, aber auch ihre anderen Keramikarbeiten haben jede für sich einen speziellen Charakter. Vor allem in den Plastiken drücken sich die unterschiedlichen Lebensgefühle aus, mal traurig, mal heiter, gleichsam friedvoll.

Raffinierter Brand

Das Besondere aber an den Keramiken ist der Brand, mit dem Ilse Hofmann ihren Arbeiten die besondere Note gibt. „Meine Vorliebe gilt dem Rakubrand“, erklärt sie. Bei dieser Brenntechnik wird der Ton auf 1220 Grad erhitzt und anschließend in Sägemehl reduziert, wobei sich der einstmals helle Ton schwarz färbt und damit einen interessanten Gegensatz zu den mit Craquelé überzogenen hellen Stellen bildet.

Seit kurzem arbeitet Ilse Hofmann aber auch mit der uralten Technik des Grubenbrandes, bei dem die in den Ton gedrückten Gräser und Metallbänder, aber auch die Spuren des Feuers selbst erhalten bleiben. Mit Hilfe von Oxyden und Salzen erhalten die Objekte ihr einmaliges und nicht wiederholbares Aussehen. Aber auch Holzstücke, Muscheln, Steine und andere Naturmaterialien dienen Ilse Hofmann zur Ausschmückung ihrer Werke.

Kollers Schüler

Ekkehardt Hofmann hat sich dagegen der Malerei verschrieben. Der ehemalige Seminarist Oskar Kollers und anderer namhafter Künstler beschäftigt sich seit 1985 intensiv mit der Bildenden Kunst. In ein Schema aber lässt er sich nicht pressen.

„Worte sind vergänglich, Bilder jedoch bleiben“, drückt der Maler seine Überzeugung aus. In seinen Werken spürt er Inhalten nach, die sich verbal nicht angemessen transportieren lassen. Was ihn vor allem interessiert, ist die Natur in allen ihren Facetten.

Symbolgehalt im Blick

Obwohl die Natur zu seinen Hauptmotiven zählt, will Ekkehardt Hofmann nicht die Natur unreflektiert darstellen, sondern ihre Symbolhaftigkeit wiedergeben und so den Dialog zwischen Natur, Künstler und Betrachter herstellen. Der Künstler fungiert hierbei als Vermittler. Er hilft dem Betrachter auf die Sprünge, in die Geheimnisse der Natur einzutauchen.

Auch auf eine bestimmte Technik lässt sich Hofmann nicht festlegen. Er führt seine Werke mal als Aquarell oder in Acryl und Öl aus, aber auch Zeichnungen und Grafiken gehören zu dem breiten Spektrum, das der Künstler beherrscht. Seine Blumenbilder wirken intensiv, nach Sommer, nach innerer Heiterkeit. Doch noch intensiver sind dagegen die Werke, die auf einer Kreuzfahrt in die Antarktis entstanden sind. Hier spürt man die Allmacht der Naturgewalten und taucht ein in ihre Schönheit und Wildheit. Fast körperlich merkt der Betrachter, dass er eigentlich nur ein kleines Rädchen im großen Weltgeschehen ist und das, obwohl der Mensch wähnt, sich zum Herrscher der Natur gemacht zu haben.
FN vom 29.08.2011

Thema: Allgemein

Fotoausstellung 2011

Montag, 1. August 2011 10:46


Impressionen

Thema: Ausstellungen