EVA-MARIA MANDOK
Freitag, 4. Mai 2012 16:33
Thema: Allgemein
Sonntag, 5. Februar 2012 18:53
Als Podium für ausschließlich Roßtaler Kunst-Schaffende hat der Runde Tisch Kultur
(RTK) die Ausstellungsreihe „kunst orte roßtal“ konzipiert und erfolgreich eingeführt.
Die Veranstaltung findet alle zwei Jahre statt, die nächste bereits als
„kunst orte roßtal 5“ am 30. Juni und 1. Juli 2012.
Wer an einer aktiven Teilnahme interessiert ist, kann sich während der nächsten,
öffentlichen Plenumssitzung des RTK am 6. März 2012, 19:30 Uhr im Rathaus (Konferenzssal), umfassend über die Bedingungen informieren und in die Teilnehmerliste eintragen.
Ganz besonders freuen wir – der RTK – uns auf eine hoffentlich rege Teilnahme von Künstlern, die dreidimensionale Werke ausstellen. Diese sollen in unterschiedlichen Techniken und Materialien bewusst einen Kontrast zu den malerischen und zeichnerischen Exponaten herstellen.
Spätere Anmeldungen – bis zum unwiderruflich letzten Termin, dem 24. März 2012 -
sind bei Reinhard Westphal möglich. Sie erreichen ihn
telefonisch unter: 09127 / 7725 oder per
E-Mail: reinhard.westphal@t-online.de
Die Exponate werden wieder an verschiedenen Stellen, mehrheitlich in den Bereichen Oberer- und Unterer Markt präsentiert. Hierfür sucht und beschafft sich jeder Aussteller eigenverantwortlich seinen „kunst ort“ selbst. Der RTK kann ggf. bei der Standortsuche helfen (Ausstellungsorte in der Peripherie haben aber erfahrungsgemäß weniger Besucher).
„kunst orte roßtal“ werden vom RTK professionell durch Plakate, Flyer und andere Werbemittel
beworben. Jeder Aussteller erhält außerdem sein persönliches Flyer-Kontingent.
Zur Deckung der Kosten wird je Teilnehmer ein Beitrag von 25.00 € erhoben..
Die Spitzweed-Scheune ist das gemeinsame Informationszentrum für die weitläufige
Veranstaltung. Die Künstler präsentieren hier jeweils ein Exponat und stellen sich mit
ihrer persönlichen Vita vor.
An alle Besucher werden ausführliche Wegbeschreibungen zu den jeweiligen “kunstorten” verteilt.
Der RTK übernimmt die einheitliche, grafische Gestaltung der Vitae, die hierfür
erforderlichen Daten müssen bis spätestens zum 29. Mai vorliegen.
Thema: Allgemein
Montag, 21. November 2011 11:15
Übergabe des Erlöses aus der Benefiz-Ausstellung des Runder Tisch Kultur im Markt Roßtal (RTK) am 16. November 2011, 16.00 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses Roßtal, Marktplatz 1, 90574 Roßtal
Sie sind bunt, sie sind quadratisch, und man kann an ihnen zupfen, dann tun sie so, als könnten sie fliegen.
So entstanden während der Chemotherapie vom renommierten fränkischen Künstler winzige Collagen, in denen sich immer mehr figürliche Darstellungen einschlichen, die kleinen abstrakten Schutzengel spielerisch sehr ähnlich sahen.
Es war Herrn Kühlers Wunsch, dass die Engel dort landen, wo Kinder ihre Hilfe erwarten und auch sehr notwendig brauchen.
Annähernd dreißig seiner Zupfbuntengel stellte Karl-Heinz Kühler dem Runder Tisch Kultur im Markt Roßtal für die Benefizausstellung zur Verfügung. Die meisten waren vom Künstler für den Verkauf freigegeben. Der Erlös sollte den Betreibern der hiesigen Kindertagesstätte zu Gute kommen.
Bereits am ersten Ausstellungswochenende hatten fast alle Engel ihre zukünftigen Besitzer gefunden. Auch Erwachsene (ohne Kinder) hatten das dringende Bedürfnis sich einen Schutzengel ins eigene Heim zu holen. Sie haben mit dem Geldbetrag und manchmal mit einer zusätzlichen Spende auf ihre Weise Kindern geholfen.
Manche Käufer konnten das Ausstellungsende nicht abwarten und wollten ihren Schutzengel gleich mitnehmen. Nur mit Mühe gelang es den Organisatoren des RTK die Käufer so zu überzeugen, dass die meisten Engel doch bis zum Schluss in der Scheune blieben.
Der Gesamterlös betrug annähernd 1900 €, also für jeden Kindergartenbetreiber im Markt Roßtal 950 €. Damit es zu einer schönen runden Summe kam, hat der Markt draufgelegt, so sind es dann 2000 €, die heute am 16. November 2011 übergeben werden können.
Für die Kindertagesstätten ist diese Spende des Künstlers ein kleines Weihnachtsgeschenk. So können Dinge beschafft werden, die dringend benötigt werden und für die bislang keine Finanzierung möglich war.
Thema: Allgemein
Mittwoch, 14. September 2011 12:19
Benefiz-Ausstellung ” Zupfbuntengel”
ROSSTAL – Zum Abschluss des Roschtler Kultursommers lockt eine Ausstellung der besonderen Art in die Spitzweedscheune: Karl Heinz Kühler zeigt „Zupfbuntengel“. Und mehr noch: Der renommierte Künstler verkauft seine kinetischen Objekte zugunsten der örtlichen Kindergärten. Wohl eine einmalige Gelegenheit, sich einen „echten Kühler“ ins Haus zu holen.
Bei der Frage, ob er an Engel glaube, setzt Karl Heinz Kühler sein spitzbübisches Grinsen auf und antwortet mit einem eindeutigen: „Jein.“ Es komme darauf an, was er auf sie projiziere — oder sie auf ihn. „Ich glaube auch an Engel, wenn sie keine Flügel haben“, sagt er. Wer weiß schon, wie so ein Schutzengel aussieht? Karl Heinz Kühlers sind bunt, quadratisch und haben alle Flügel. Und man kann an ihnen zupfen, „dann tun sie, als ob sie fliegen könnten“. Darum auch der Name Zupfbuntengel. „Hampelengel klingt bei weitem nicht so schön“, findet der Künstler. 34 solcher kinetischer Objekte entstanden innerhalb von zwei Jahren.
Nach seiner schweren Krebserkrankung hatte Kühler einen Weg gesucht, wieder in die Arbeit zu finden. Zunächst entstanden während seiner Chemotherapie kleine Collagen, etwa zehn mal zehn Zentimeter groß, bei denen er seiner Intuition freien Lauf ließ. „Da haben sich dann irgendwann die figürlichen Darstellungen eingeschlichen, die kleinen abstrakten Schutzengeln spielerisch sehr ähnlich sahen“, erklärt der 75-Jährige.
Bei der Umsetzung merkte Kühler, dass man die Flügel „irgendwie beweglich machen kann“. Dass er früher schon Entwürfe für Hampelmänner für die Spielzeugindustrie gemacht hatte, begünstigte seine Arbeit. Dazu kam eine pragmatische Überlegung: „Die Objekte sind genauso groß, dass sie in meine Säge passen, viele Materialien hatte ich zudem noch.“
Jedes dieser Werke ist ein Unikat, und nicht nur Farben und Formen sind verschieden, auch wenn man an den Schnüren zieht: jeder Flügelschlag hört sich anders an. Es sind die kleinen, aber feinen Eigenheiten, die die Werke von Kühler auszeichnen. Gern gibt er seine Wegbegleiter nicht ab, „sie sind mir ans Herz gewachsen, ich habe mich gut mit ihnen unterhalten“, sagt er, und lächelt wieder ein wenig spitzbübisch.
Mit Holz, findet der Künstler, lasse sich gut reden — „und man kommt auf Gedanken, auf die man alleine nicht kommt“. Schutzengel, meint Kühler, fliegen, sie wollen fliegen, so weit, so nah und dorthin, wo sie gebraucht werden. „Also besonders zu kleinen und großen Kindern.“ Da man „Schutzengel nicht einfach kaufen oder verkaufen“ könne, geht der Erlös — das Mindestangebot liegt bei 70 Euro – an die Roßtaler Kindergärten. „Aber wer mehr zahlen möchte, der ist natürlich herzlich willkommen.“
Die Benefiz-Ausstellung „Zupfbuntengel“ ist vom 1. bis 16. Oktober, samstags und sonntags von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr, in der Spitzweedscheune Roßtal zu sehen. Künstlergespräch: Sonntag, 2. Oktober, (10 bis 12 Uhr), Sonntag, 9. Oktober, (10 bis 12 Uhr).
Sie sind bunt, sie sind quadratisch, und man kann an ihnen zupfen, dann tun sie so, als könnten sie fliegen.
„Will man eine Krankheit überstehen, braucht man eine eiserne Gesundheit. Besonders braucht man aber die Hilfe von außen. Das ist die Familie, der Freundeskreis und die Hilfe all derer, mit denen man im Alltag, im kreativen und im gesellschaftlichen Umfeld verbunden ist.
Man braucht Schutzengel. So entstanden während meiner Chemotherapie winzige Collagen, in denen sich immer mehr figürliche Darstellungen einschlichen, die kleinen abstrakten Schutzengeln spielerisch sehr ähnlich sahen.
Wer weiß schon, wie ein Schutzengel eigentlich aussieht? Meine Zupfbuntengel haben mir ihre Form, ihre Farbe (oder ist es eine Tarnfarbe?), auch ihre Bewegungen intuitiv möglich erscheinen lassen.
Schutzengel fliegen, sie wollen fliegen so weit und so nah und dorthin, wo sie gebraucht werden. Also besonders zu kleinen und großen Kindern.
So ist es mein Wunsch, dass sie dort landen, wo diese Kinder ihre Hilfe erwarten und auch sehr notwendig brauchen.“
FN vom 1.10.2011
Foto und Text: Claudia Wunder
Fotos von der Vernissage
Galerie
Fotos: Manfred Chrometz/Horst Auerochs
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Thema: Ausstellungen