kunstOrte roßtal 8

Montag, 21. Mai 2018 11:05

Als Podium für Roßtaler Kunst-Schaffende hat der Runde Tisch Kultur (RTK) die Ausstellungsreihe „kunst orte roßtal“ konzipiert und erfolgreich eingeführt.
Die Veranstaltung findet alle zwei Jahre statt, die nächste bereits als„kunst orte roßtal 8“ am 30. Juni und 1. Juli 2018

Die Exponate werden wieder an verschiedenen Stellen, mehrheitlich in den Bereichen Oberer- und Unterer Markt präsentiert. Hierfür sucht und beschafft sich jeder Aussteller eigenverantwortlich seinen „kunst ort“ selbst. Der RTK kann ggf. bei der Standortsuche helfen
(Ausstellungsorte in der Peripherie haben aber erfahrungsgemäß weniger Besucher).

„kunst orte roßtal“ werden vom RTK professionell durch Plakate, Flyer und andere Werbemittel beworben. Jeder Aussteller erhält außerdem sein persönliches Flyer-Kontingent. Zur Deckung der Kosten wird je Teilnehmer ein Beitrag von 25.00 € erhoben.

 Die Spitzweed-Scheune ist das gemeinsame Informationszentrum für die weitläufige Veranstaltung. Die Künstler präsentieren hier jeweils ein Exponat und stellen sich mitihrer persönlichen Vita vor. An alle Besucher werden ausführliche Wegbeschreibungen zu den jeweiligen “kunstorten” verteilt.

Der RTK übernimmt die einheitliche grafische Gestaltung der Vitae, die hierfür erforderlichen Daten müssen bis spätestens zum 26. Mai vorliegen.

Wichtige Termine:

Dienstag, 5. Juni: 18. 00 Uhr, Spitzweed -Kulturscheune: Zahlung Ausstellungsgebühr und Abholtermin der Plakate 

Freitag, 08. Juni: spätester Abgabetermin für Vita

Dienstag, 26. Juni: Anlieferung der Kunstwerke für die Spitzweed -Kulturscheune und Ausgabe der Nummernständer

                                                                                                                                    

Thema: Ausstellungen

FLORIAN GERHARDT

Montag, 16. April 2018 14:59

 

 

Florian Gerhardt war seit 2004 einer der ambitioniertesten, beständigsten Mitmacher im Runden Tisch Kultur Roßtal: Mitmacher als Künstler und Organisator.
Er war als Künstler Autodidakt mit großem Gespür für Form, Stil und Humor. Er hat schweres Eisen in leichte, bewegte Form verwandelt. Sein letztes Werk ist heiter und unkonventionell, eine mit Leichtigkeit fliegende eiserne Libelle.
Viele seiner Werke haben zusätzlichen Gebrauchswert als Ofen, Außenofen, als Feuerstelle.  Als Fotograf dokumentierte und begleitete er nicht nur Vernissagen und Ausstellungen.
Er war mit seinen ambitionierten Fotografien selbst Teilnehmer an unseren Foto-Ausstellungen. In der Ausstellung in der Spitzweed-Kulturscheune zeigen wir seine Werke an dem Ort, der ihm viel bedeutete.

Fotos: Manfred Chrometz & Reinhard Erbes

Presse: FN vom 18.05.2018
Aus Schwere entsteht Leichtigkeit

Roschtler Kultursommer: Metallobjekte in memorian Florian Gerhardt in der Scheune – 19.05.2018 18:34 Uhr

Kuriose Tierchen bevölkern die Spitzweedscheune. Ein Hund aus rostigen Altmetall-Fundstücken, der auf verbogenen fingerdicken Schrauben steht. Ein springender Fisch aus einem Metallband, dem urchristlichen Ichthys-Symbol nachgebildet, der von drei metallischen Schilfrohren gehalten wird. Eine Libelle: Ihr Korpus besteht aus einer Zange, ihre Flügel aus einer Schere.

Das wirkt teils kurios, teils gruselig. Dabei war Florian Gerhardt (1947-2017) von Beruf Betriebswirt. Erst spät wandte er sich erst dem Holz, dann dem Metall zu. Autodidaktisch experimentierte er mit dem Material, schließlich ließ er sich zum Schweißer ausbilden. Als Mitarbeiter der ersten Stunde saß er am Runden Tisch Kultur. An ihn, der mit seinen Fotografien viele Roßtaler Ausstellungen und Vernissagen dokumentierte, erinnert die aktuelle Schau.

Selten nur glänzt sein Rohstoff, das Metall, in polierter Pracht. Meistens ist es rostig, rotbraun, und in dieser Gestalt verleiht der Rost seinen Objekten nicht einfach die Anmutung des Alten und Gebrauchten, sondern des Archaischen. Das gilt vor allem für die abstrakten Objekte, namentlich die Windspiele. Gerhardt konzipierte diese mannshohen Objekte als Zusammenspiel von Massivität und Fragilität, von Schwere und Leichtigkeit, von Stabilität und labilem Gleichgewicht.

Breite Metallplatten weisen unverhoffte Schlitze und Durchlässe auf; auf einem Massivität erheischenden, meist pyramidalen Korpus dreht sich ein Windspiel aus Metallbändern oder Drähten. Andere Konstruktionen betonen die Diagonale, sind vorsichtig mit Gewichten aus Ketten oder Glasbrocken ausbalanciert, als ob sie bei der leisesten Berührung krachend zu Boden gingen.

Doch keine Sorge, der Fuß dieser Figuren ist schwer genug, die Konstruktion im Gleichgewicht zu halten. Schwer und massiv muten auch Gebrauchsobjekte wie Kerzenhalter oder gar ein Kamin für den Garten an. Hingegen eignet Florian Gerhardts „Katze“ wieder die Leichtigkeit des Grafischen: Zwei miteinander verschweißte Ringe bilden die Ziffer 8, auf dem oberen Ring ragen zwei Spitzchen, am unteren Ring ein gewundenes Metallband, also Ohren und Schweif.

Reinhard Kalb

Thema: Ausstellungen

PROGRAMM 2018

Samstag, 17. Februar 2018 11:16

Thema: Allgemein

Melita Biber-Nuta & Doru Nuta

Montag, 21. August 2017 11:47

 

Wir laden Sie und Ihre Freunde
herzlich ein zur Ausstellung von

 

Melita Biber-Nuta & Doru Nuta
Malerei • Skulptur

 

Ausstellungsdauer vom 23. September – 08. Oktober 2017
geöffnet: Samstags von 10.00 – 13.00 Uhr
               Sonntags von 10.00 – 19.00 Uhr


Gallerie Bozidarac, Belgrad, 2006, Ausstellung von Gemälden:

Melita wird am meisten von „Mutter Erde“ inspiriert. Ihre Gemälde sind voller Leben, vollständig verbunden mit der uns umgebenden Natur. Die Oberfläche und die Farben sind die Grundelemente ihrer Kompositionen. Melita bedient sich mutig der Farben : von weiß bis zu dunklen Erdtönen. Diese ergeben eine spielerische, aber noch immer solide Komposition reduzierter Formen. Dabei präsentiert sie eine Fantasiewelt voller Symbole aus der Natur: Wasser, Erde, Gras, Pflanzen, Ackerland,… Sie verführt uns, durch die Ebenen und Felder zu reisen.

 

Dejan Krivokapie:

Doru Nuta ist ein direkter Nachfahre der alten Meister. Mithilfe eines fundierten, akademischen Hintergrundes ( bereits im Alter von 13 Jahren besuchte er die die „Nicolae Tonitza“ Kunstschule und schloss die Kunsthochschule in Bukarest mit Diplom ab) und eines großen Wissens- und Erfahrungsschatzes in Bezug auf Kunsttechniken (Bildhauerei, Malerei, Grafiken) „durchreiste“ er die Renaissance, die gefühlte Distanz des Impressionismus, die Befreiung durch den Expressionismus bis hin zu den post- modernen Ansichten der Kunst.

Am Ende ließ er sich auf diesen Wurzeln nieder und kreierte seinen eigenen Stil, stark und analytisch in der Ausführung, dennoch leidenschaftlich in seiner Bedeutung.

Doru Nuta ist ein exzellenter Handwerker, der von den Werken alter Meister lernte. Dennoch ist er auch ein moderner Künstler, was seine Annäherung an Kunstobjekte betrifft. Seine Inspiration, die ihn drängt, kreativ zu sein, kommt aus den Tiefen seiner Seele und seines Verstandes. Diese Freiheit der im Unterbewusstsein entstehenden Assoziationen verbunden mit einer klaren Vision, macht aus Doru Nuta einen außergewöhnlichen Künstler. Es ist die gefühlvolle Komponente auf die jeder Pinselstrich aufbaut und von dem sein gesamtes Wirken herrührt.

Fotos: Manfred Chrometz & Horst Auerochs

FN vom 29.09.17

Thema: Ausstellungen